Trekking

Trekking

Ulamertorsuaq (1830 m)

Trekking in Grönland

Generell gilt: In Grönland musst Du für alles gerüstet sein. Rucksack, Zelt, Verpflegung, Kocher, Schlafsack und funktionelle Kleidung sollte perfektioniert sein. Außerhalb der Siedlungen hast Du es immer mit wilder Natur zu tun. Pfade und Wege sind praktisch nicht vorhanden. Wer Einsamkeit und Herausforderungen sucht, ist in Grönland bestens aufgehoben. Eine gewisse mentale Stärke ist unbedingt notwendig. Einsamkeit sollte Dir Spaß machen. Schlechtes Wetter und Moskitos dürfen Dich nicht zermürben. Das Kartenmaterial ist bechränkt. Für Gebiete wie den Tasermiutfjord gibt es eine Wanderkarte im Maßstab 1:100.000. Die „Saga maps“ sind im Regelfall im Maßstab 1:250.000. Für Südgrönland ist die Arctic Sun Map im Maßstab 1:250.000 mit einem übersichtlichen Kartenbild zu haben. Inzwischen gibt es auch digitalisierte Karten für GPS Geräte. Google Earth ist ebenfalls eine gute Quelle für die Recherche. In den Ortschaften wie Narsarsuaq, Narsaq, Qeqertarsuaq oder Nanortalik triffst Du immer nette Grönländer. In den Läden und Supermärkten kannst Du Dich mit Proviant eindecken.

Tasermiut / Nanortalik: Die Granitriesen des Tasermiut sind so dermaßen beeindruckend, dass es einem buchstäblich die Sprache verschlägt. So um die 2000 m ragen die geschliffenen Granittürme in den Himmel. Am spektakulärsten ist der Ulamertorsuaq (grönländisch: der Zylinderförmige). In Grönland gibt es noch einige unerstiegene Gipfel und Wände. Trekking in den Fjorden rund um Nanortalik und Aappilattoq ist landschaftlich extrem attraktiv, setzt aber auch Erfahrung und Durchhaltevermögen voraus. Wege und Pfade findet man nur selten. Sie enden meist im Buschwald. Manchmal muss man sich stundenlang durch den Buschwald kämpfen. Und das ist wörtlich gemeint. Das Astwerk ist äußerst widerspenstig. Passagen mit verblocktem Gestein oder notwendigen Flussdurchquerungen sind ebenfalls zu meistern.  Harte Arbeit, die durch die unvergleichbaren Ausblicke belohnt wird.

Trekking in Narsarsuaq: Aus dem Flugzeug aussteigen und los geht es. Von Narsarsuaq aus bieten sich dem Trekker und Wanderer wunderbare Touren. Eine relativ einfache Tour führt nach Narsaq. Startpunkt ist Qassiarsuk / Brattahlid. Anspruchsvoller ist das Johan Dahl Land  nördlich von Narsarsuaq in Richtung Inlandeis. Ein 8 – 10 Tage Trek (hin und zurück) führt von Qassiarsuk zum Gletscher Eqalorutsit Sermiat. Auf dem Weg dahin kann man recht einfach den Natinguaq (1279 m MSL) besteigen. Attraktiv ist auch das Mellemlandet für kürze Touren. Top Ansprechpartner in Südgrönland für alle Trekking- und Transportbelange ist die Fa. Blue Ice Explorer (Jacky Simioud) – http://blueice.gl/deutsch/.

Discobucht: Die großen Eisberge der Discobucht sind absolut beeindruckend. Für Trekker besonders interessant ist die Discoinsel (Qeqertarsuaq). Von Illulissat / Jakobshavn fährt regelmäßig die Discoline auf die Insel. Weglose Touren führen von Qeqertarsuaq z.B. ins Brededal. Immer wieder müssen Bäche und Flüsse überquert werden. Qeqertarsuaq bietet eine sehr abwechslungsreiche Flora und Fauna. Immer wieder begegnet man Polarfüchsen und brütenden Gänsen.

Trekking auf Disco Island im Regen – Flüsse und Bäche müssen überquert werden

 

Auf dem Inlandeis in Nordwestgrönland

 

Gletscher am „Open Book“ / Tasermiutfjord
Ulamertorsuaq
Harte Arbeit: Mit schweren Rucksäcken durch das Buschwerk
Tasermiutfjord
Trekking auf der Christian IV Insel am Kap Farvel